Immer wieder stoße ich auf Artikel zu KI und Schule, wie KI den Unterricht verändert, die Lehrpersonen unter Druck setzt, den Kindern das Lernen außerhalb der Schule ermöglicht, und, und, und…

Und immer wieder denke ich mir: „Ja, war irgendwie vorhersehbar, in den letzte Jahren.“

Das Gefühl, das sich beim Lesen der Artikel einstellt ist ganz unterschiedlich. Manchmal ärgere ich mich, weil ich mir denke: „So machen wir es uns auf jeden Fall zu leicht.“

Dann bin ich entsetzt, wenn ich höre „Handys aus den Schulen raus“. Ok, das ist jetzt nicht wirklich ein reines KI-Thema, aber schon auch ein bisschen.

Am meisten erschrecken mich die Artikel, die den Tod des Lehrberufs vorhersehen (ich mag überspitzte Formulierungen) und dann auch gleich alles verfluchen, was mit Digitalisierung im Allgemeinen zu tun hat.

Ich habe lange an einer Marchtaler-Plan-Schule gearbeitet, meine Kinder besuch(t)en eine ebensolche in Biberach (kann man bei Interesse googlen) und ich hab mich gefreut, als ich im Buch von Stefan Ruppaner gelesen habe, wie es zur Idee für Wutöschingen gekommen ist. Ob das Konzept dahinter nun ein (ich gebe zu äußerst geschickt) weiterentwickelter  „Marchtaler Plan“  oder die „Schmetterlingspädagogik“ ist, ist unwichtig. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass die Menschen, die da „vorne stehen“ und mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, weit mehr sein können/dürfen/müssen, als reine Wissensvermittler*innen.

Und spätestens seit dem Einzug der KI in „Kinderhände“ sollte das allen klar sein.

Was also wäre ein sinnvoller Schritt?

Wie können wir uns die Technik zu Nutzen machen und mehr Zeit für die uns anvertrauten Jugendlichen gewinnen?

Ich bin mir sicher, dass die @Allemannenschule schon „damals“ eine zukunftsweisenden Weg eingeschlagen hat, so wie ebene auch die „Marchtaler Plan Schulen“. Nicht ganz sicher bin ich mir, ob sich all diese  Schulen ihres enormen Potentials bewusst sind und ihren Versprechungen nachkommen, die Kinder unf Jugendlichen in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen und in das Zentrum ihres Blickfeldes zu stellen.

„Sichere Schulen“ im Zeitalter von KI mit allen negativen Folgen und Implikationen, die diese haben mag, sind nicht Orte, die neue Technologien verfluchen sondern sich ihrer Annehmen im Wissen, dass sie

  1. eh nicht drum herumkommen,
  2. den Weg gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen besser gehen können, als alleine,
  3. das Rad der Zeit nicht zurückdrehen können/dürfen, um nicht die „Ewiggestrigen“ zu bleiben.

Was würde ich mir als Lehrerin wünschen?

Neugierige junge Menschen, die sich interessieren. Ob zwingenderweise für mein Fach (Deutsch…), das lassen wir mal dahingestellt.

Ich wünsche mir, dass die Menschen, deren Weg ich ein Stück begleiten darf, später mal sagen „Weißt du noch…?“, und dass das einen positiven Beigeschmack hat.

Wenn sich das Selbstverständnis von Schule und Lehrpersonen ändert, wenn sich sowohl die Institution als auch die darin/daran/damit arbeitenden Menschen trauen, Veränderungen nicht mehr nur zu denken sondern in dienTat umzusetzen und wenn wir dabei auf die Generationen hören, um die es geht, dann werden wir „unsere Kinder sinnvoll begleiten uns nicht verlieren“.

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